Lucian Plessner brachte sich das Gitarrenspiel selbst bei und gab im Alter von fünfzehn Jahren seinen ersten Soloabend. Danach studierte er in der Klasse von Prof. Sasaki und erhielt Unterricht in der Violinklasse von Igor Ozim und dem Amadeus Quartett an der Musikhochschule Köln.

Als Neunzehnjähriger traf er den legendären argentinischen Gitarristen und Sänger Eduardo Falú, der ihn einlud, ihn zu einigen seiner Konzerte zu begleiten. Diese Begegnung beeinflusste den jungen Gitarristen nachhaltig und führte zwanzig Jahre später erneut zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit (CD Folklore Virtuoso, acoustic music).

Nach seinem Studium lebte Lucian Plessner fünf Jahre in Córdoba, Andalusien. Dort wurde er von Alexis Weissenberg an Alicia de Larrocha empfohlen, mit der er sein spanisches Konzertrepertoire erarbeitete. Aufsehen erregte er in der Musikwelt, als ihn 1987 eine spanische Konzertagentur „als Ausländer“ für eine Solotournee durch das ganze Land  engagiert.

 

Furore machte Lucian Plessner 1989 mit seinen Bearbeitungen der Musik Leonard Bernsteins für Konzertgitarre, zu denen er vom Komponisten selber angeregt und autorisiert wurde (CD Bernstein on Guitar, cpo/DeutschlandRadio). Mit diesem Programm gab er Konzerte von San Francisco bis nach Moskau, gastierte in Häusern wie der Musikhalle Hamburg, dem Konzerthaus Wien, N.Y.U., dem „Kfar Blum Festival“ in Israel zu Leonard Bernsteins fünften Todestag und den Settimane Musicali di Stresa e del Lago Maggiore, wo er neben Künstlern wie Vladimir Ashkenazy, Shlomo Mintz und Mstislav Rostropowich auftrat.

1994 spielte er sein Bernstein Programm Lord Yehudi Menuhin zu dessen Geburtstag vor.

 

Seit 1996 wurde Lucian Plessner sechs Mal in Folge nach Russland eingeladen, gastierte dort beim Festival Moskauer Herbst, begleitete den Stummfilm Carmen von Ernst Lubitsch während der Lubitsch Retrospektive des Moskauer Kino Museums und gab in der Smolny Kathedrale von St. Petersburg den ersten Soloabend überhaupt.

 

Seit dem Jahre 2002 führt Lucian Plessner mit Klaus Maria Brandauer einen „Literarisch-musikalischen Dialog“ mit verschiedenen Programmen auf: Platero und ich – eine andalusische Elegie,  Ein Atheist von Gottes Gnaden – aus den Erinnerungen des Cineasten Luis Buñuel und Halifax und Biwifax – ungewöhnliche  Geschichten zur Weihnachtszeit.

 

Herbst 2004 trat er mit dem argentinischen Flötisten Raúl Olarte (Sikus, Quena, Charango) mit dem Programm Inkaflöte und Bach in mehreren Konzerten in Deutschland auf..

Im Mai 2006 gestaltete er das Lichtkonzert mit Bach mit dem New Yorker Lichtkünstler und American Academy Award Preisträger Tom Brigham in der Historischen Stadthalle Wuppertal.

 

Im Oktober 2006 gastierte Lucian Plessner im Rahmen des Leonard Bernstein Festivals der Harvard Unversity - Boston to Broadway und am Deutschen Generalkonsulat New York.

An der School of Visual Arts, New York hielt er eine Gastvorlesung über sein Lichtkonzert mit Bach.

 

Mit IT MUST BE SO gestaltet Lucian Plessner ein zeitgemäßes Konzertprogramm in dem er Musik Leonard Bernsteins interpretiert und deren Hintergründe moderiert. Die Premiere fand zu  Leonard Bernsteins 90. Geburtstag und der Eröffnung des Kulturprogramms des Amerika Haus e.V. NRW im Alten Pfandhaus, Köln statt (Oktober 2008).

 

Im Januar 2009 führte er die von Martin Doepke für ihn komponierte Fantasie für Gitarre, Orchester und Band auf.

 

Im Herbst 2010 erschien Lucian Plessners neues Leonard Bernstein Arrangement Suite From West Side Story für Gitarre und Orchester  (Verlag Boosey&Hawkes).

 

Am 31 März 2011 gestaltet Lucian zusammen mit Katja Ebstein die Bühnenfassung von Esther Vilars Roman Die Mathematik der Nina Gluckstein als musikalisch inszenierte Lesung mit Tangos und Milongas des argentinischen Komponist en Gabriel Pérez, der diese exklusiv für Lucian Plessner schrieb.

 

Am 04. April 2011 zeichnete der WDR Plessners Bernstein Programm It Must Be So im Sendesaal des Westdeutschen Rundfunks Köln auf (Live-Mitschnitt).

 

Im März 2012 erschien Plessners Buch Der wandernde Turm mit den Erzählungen von Sergej Prokofjew (Random House/C.Bertelsmann), von Lucian Plessner entdeckt, übersetzt und herausgegeben. Nachdem er von den Erben Sergej Prokofjews die Genehmigung zur Bearbeitung der Musik des Komponisten erhielt, gab er zahlreiche musikalische Lesungen mit der Musik und den Erzählungen des Komponisten u.a. in der SWR Literaturnacht Mainz 2011, der LitCologne 2012 und dem Beethovenfest Bonn 2013.

 

Oktober 2014, Konzertreise Argentinien‚ Soloprogramm ’Tributo a Eduardo Falú’ in Moisés Ville und Buenos Aires, mit Unterstützung des Auswärtigen Amts und der deutschen Botschaft in Buenos Aires.

 

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